Landkreis Göttingen

AGFK-Mitglied seit 2015 (Gründungsmitglied).


Pedelectauglicher Ausbau eines Wirtschaftsweges in der Nähe von Dransfeld.
(Foto: C. Kunze)

Der Landkreis Göttingen ist von Anfang an in der Gründungsinitiative der AGFK aktiv. Auf 1.120 km² Fläche leben rund 132.000 Einwohner, in der Stadt Göttingen leben weitere 130.000 Einwohner, davon rund 31.000 Studenten. Der Austausch zwischen Oberzentrum Göttingen und dem Umland ist intensiv. Während in der Stadt Göttingen der Radverkehrsanteil am Modal Split bei knapp 30 % liegt, ist er im ländlichen Raum deutlich geringer, aber bisher nicht exakt erhoben. Trotzdem hat die Radverkehrsförderung einen hohen Stellenwert und ist eng mit den Klimaschutzaktivitäten im Landkreis verknüpft. Beide Partner sind bestrebt, in enger Kooperation die Radverkehrsverbindungen zwischen Stadt und Umland kontinuierlich zu verbessern.

Der Radverkehr spielt bei der touristischen und verkehrlichen Entwicklung im Kreisgebiet und seinen Kommunen eine wichtige Rolle. Trotz der für Niedersachsen vergleichsweise sehr geringen Versorgung mit Radverkehrsanlagen an Bundes- und Landesstraßen wurde seit den 1990er Jahren großer Wert auf Lückenschlüsse und durchgängige Netzverbindungen auch unter der Einbeziehung land- und forstwirtschaftlicher Wege gelegt.

Zurzeit erarbeitet der Landkreis Göttingen – auf der Schwelle zur Fusion mit dem Landkreis Osterode am Harz am 1. November 2016 – einen "Masterplan Zukunftsfähiger Radverkehr", der das Radroutennetz beider Altkreise systematisch weiterentwickelt. Nach der "1. Gemeinsamen kreisübergreifenden Radverkehrskonferenz" von Kommunen, Politik und Verbänden im Februar 2016 werden derzeit in Abstimmung mit diesen Partnern die Schwerpunkte für künftige Radverkehrsinvestitionsprogramme definiert. Von besonderen Interesse ist unter anderem die intermodale Verknüpfung des Radverkehrs mit dem ÖPNV, der Ausbau strategischer Achsen als pedelectaugliche Alltagsrouten (z.B. Harzrandroute zwischen Gittelde und Bad Lauterberg, Verlängerung des eRadschnellwegs nach Rosdorf und Bovenden) und die Optimierung des Zustands der touristischen Routen und der Radfernwege.

Ausgehend von einem Pilotprojekt im Landkreis Göttingen in Kooperation mit der Universität Göttingen wurde im Rahmen des Projekts "e-Radschnellwege-Umstieg erleichtern" des Schaufensters Elektromobilität eine systematische Befahrung und Netzanalyse des Metropolradwegenetzes durchgeführt. Die beteiligten Kommunen in der Metropolregion erhalten wichtige Anhaltspunkte zur erreichten Qualität und Pedelec-Tauglichkeit ihrer Radwegeinfrastruktur mittels einer interaktiven Online-Plattform.

Wir sind Mitglied der AGFK, weil wir nur gemeinsam und vernetzt im Radverkehr in Niedersachsen etwas bewegen können.

Kontakt: Sissi Karnehm-Wolf

http://www.landkreisgoettingen.de/magazin/artikel.php?menuid=634&topmenu=443&artikel=7394


Materialsammlung zur 1. Gemeinsamen Radverkehrskonferenz.
(Quelle: Landkreis Göttingen)