Fragenkomplex 2

Wie sollte die AGFK organisiert sein? Wer arbeitet mit?

Der zweite Fragenkomplex hatte zum Ziel, die AGFK einerseits als „Dienstleister“ für die Kommunen sach- und anforderungsgerecht zu organisieren und andererseits über eine Schätzung aktiv und passiv Teilnehmender den Arbeitsumfang und den sich ergebenden Aufwand für die AGFK ableiten zu können. Im Ergebnis des Workshops stellt sich Folgendes dar:

  • Obwohl die vorgesehene Institutionalisierung der AGFK unter dem Dach der kommunalen Spitzenverbände in Hinsicht auf eine begrenzte Eigenständigkeit nicht unkritisch gesehen wird (keine eigenständige Außenwirkung, Abhängigkeit, u.Ä.), tragen die Teilnehmenden sie im Allgemeinen mit. Hierfür sprechen insbesondere der über die kommunalen Spitzenverbände mögliche Zugang zu Land und Bund wie auch die erprobten Kommunikationskanäle der KSV (Rundbriefe, Internet, etc.).
  • Die Entscheidung, ob eine Vereinsgründung oder die aktuell gewählte Institutionalisierung unter dem Dach der Spitzenverbände verfolgt werden soll, wird von den Teilnehmenden eher nachrangig diskutiert. Für die Teilnehmenden steht im Fokus einer AGFK im Wesentlichen die inhaltliche Arbeit, festgemacht an drängenden Themen (siehe Themenkomplex 1). Wichtig ist eine niedrige Schwelle, um auch eine lockere Mitarbeit zu ermöglichen.
  • In Hinsicht auf die angespannte Finanzlage wird eine dauerhafte Beitragsverpflichtung der Kommunen zur Finanzierung der AGFK derzeit von vielen eher kritisch eingeschätzt. Ob sich zukünftig angesichts einer guten Arbeit der AGFK die Bereitschaft für eine finanzielle Beteiligung verändert, wird auf kommenden Veranstaltungen anhand der erzielten Ergebnisse zu diskutieren sein. Für die Mitarbeit in der AGFK ist vorab eine gute Kommunikation der sich daraus ergebenden Vorteile erforderlich.
  • Die Einrichtung einer schlagkräftigen Lenkungsgruppe wird aus Gründen einer effizienten Arbeitsorganisation befürwortet. Gleichwohl wird angesichts der Größe von Niedersachsen und der Unterschiedlichkeit der regionalen Erfordernisse die Einrichtung von regionalen Unterarbeitsgruppen befürwortet. Diese können sich räumlich (Vorschlag: Gebiete der ehemaligen Regierungsbezirke) oder thematisch zu speziellen Sachthemen begründet sein.
  • Als wichtig wird die Einbindung des Landes (MW) in die Lenkungsgruppe der AGFK begriffen, da über eine konstruktive Arbeitsebene mit dem MW die Ziele einer AGFK zum Wohl der Kommunen besser verfolgt gesehen werden. Gleichwohl hebt nach Ansicht der Teilnehmenden die Einrichtung einer AGFK die Verantwortlichkeit des Landes in Hinsicht auf eine aktiv verfolgte Radentwicklung in Niedersachsen nicht auf. Ein weitgehendes Abschichten dieser Aufgabe durch das Land auf die Ebene der Kommunen wird als nicht sachgerecht abgelehnt.

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