15.03.2012

Auftaktveranstaltung AGFK Niedersachsen

Inhalte und Ziele der AGFK

Im Februar 2010 hat sich eine Initiative zur Gründung einer Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Niedersachsen (AGFK) gebildet. Vorbilder für ähnliche bereits sehr professionell organisierte Arbeitsgemeinschaften sind u.a. die Länder Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die AGFK will die Vertretung von Radverkehrsinteressen gegenüber dem Land wahrnehmen und ein Forum für Vernetzung und Information unter den Kommunen bieten. Sie setzt sich dafür ein, dass der Radverkehr landesweit an Bedeutung gewinnt und Niedersachsen wieder den Anschluss an die anderen Bundesländer findet. Mit der Besetzung einer Ansprechpartnerin Radverkehr sowie der Einrichtung eines Runden Tisches seitens des Landes ist der Zeitpunkt für die Gründung einer derartigen Initiative günstig. Im Einzelnen hat sich die AGFK folgende Ziele gesetzt:

  • Nachhaltige Unterstützung des Radverkehrs in seiner ganzen Bandbreite (Alltags- und Freizeitverkehr: Radverkehr als System aus Infrastruktur, Marketing und Service).
  • Bündelung der kommunalen Interessen zum Thema Radverkehr in Niedersachsen (Einbringen aktueller Themen: Radwegebenutzungspflicht, Radrouting, Verkehrssicherungspflicht u.a.).
  • Unterstützung der Netzwerkbildung und Angebot als Informations- und Kommunikationsplattform (Mittler zwischen Kommunen und Land; Synergien nutzen durch regelmäßige Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern).
  • Intensive Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen (u.a. mit der Ansprechpartnerin Radverkehr).


Um in der Zusammenarbeit der Akteure das für diese Aufgabe notwendige Gewicht zu erhalten, ist die Einbindung als sich selbst organisierender Arbeitskreis unter dem Dach der kommunalen Spitzenverbände eine tragfähige Form der Institutionalisierung. Damit lassen sich die bewährten Kompetenzen der Verbände zu den Mitgliedskommunen einerseits und zum Land andererseits zielführend nutzen. Die AGFK bietet den Verbänden fachliches Know-how zur Durchsetzung gemeinsam verfolgter Initiativen aus der kommunalen Praxis zur Förderung des Radverkehrs. Als Arbeitskreis unter dem Dach der kommunalen Spitzenverbände wird die AGFK Interessen gegenüber dem Land nicht eigenständig wahrnehmen können, sondern wird die Meinungsbildung innerhalb der Verbände und unter seinen Mitgliedern vorantreiben, so dass diese sich durch ihre Organe gegenüber dem Land äußern. Die AGFK bündelt insoweit die kommunalen Interessen beim Radverkehr.

Die Mitgliedschaft in der AGFK steht allen Kommunen in Niedersachsen offen und ist bisher mit keinerlei finanziellen Verpflichtungen verbunden.

Auftaktveranstaltung

Am 15. März 2012 fand in Hannover die Auftaktveranstaltung der AGFK statt. Ziel der Veranstaltung war, die Ziele und Themen der AGFK einem breiten Kreis vorzustellen, um aktive Mitarbeit zu werben und Themen zu identifizieren, mit denen sich die AGFK befassen will.

Die mit über 80 Personen sehr gut besuchte Veranstaltung zeigt, dass es in Niedersachsen einen Bedarf gibt, sich stärker auszutauschen und zu vernetzen. Diese Plattform will die AGFK bieten. Die Beispiele aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zeigen u.a. welche Erfolge derartige Kooperationen für den Radverkehr haben können und welche Vorteile sich für die Kommunen durch eine Mitarbeit und / oder Mitgliedschaft ergeben können. Die Beiträge haben aber auch gezeigt, dass es in beiden Bundesländern ein langer Weg bis zur Etablierung eines solchen Netzwerkes war und wie wichtig die politische und finanzielle Unterstützung für den Erfolg ist.

Nach der Mittagspause wurden in Arbeitsgruppen die Erwartungen an und Aufgaben für eine AGFK in Niedersachsen diskutiert.

Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen

Die folgenden Ausführungen stellen eine kommentierte Zusammenfassung der Beiträge aus den drei Arbeitsgruppen der Auftaktveranstaltung dar. Grundlage sind die auf Moderationskarten aufgenommenen Stichworte.

Fragenkomplex 1:
Welche Themen „Rund ums Rad“ sind für die Kommunen wichtig?

Fragenkomplex 2:
Wie sollte die AGFK organisiert sein? Wer arbeitet mit?

Fragenkomplex 3:
Was erwarten die Teilnehmenden von der AGFK?